Online-Shopping
Was du über Temu und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.
PDD Holdings (gegründet in China, Hauptverwaltung heute Dublin/Irland, Betrieb weiterhin stark China-gebunden). Staatliche Klagen in Arkansas (2024) und Texas (2026) wegen Malware-Vorwürfen; weitere Sammelklagen in Illinois und anderen US-Bundesstaaten. App-Code enthält laut Ermittlern und Forensik-Gutachtern Malware-Komponenten und ermöglicht unbefugten Gerätezugriff. Verbindung zu KPC-naher Infrastruktur (laut Grizzly-Research-Bericht — nicht amtlich bestätigt). 19 App-Berechtigungen, die laut Klägeranwälten nicht für den Betrieb nötig sind.
Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) und Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) — formal. Verantwortlicher: Whaleco Technology Limited (Dublin, Irland) — europäische Temu-Gesellschaft. Temu ist eine Marke von PDD Holdings Inc. (Dublin/Shanghai). Faktische Kontrolle liegt in China; die DSGVO-Durchsetzbarkeit gegenüber dem operativen Mutterunternehmen ist ungeklärt.
China-Transfer (hohes Risiko) PDD Holdings wurde in China gegründet; operative Infrastruktur, Lieferkettenmanagement und erhebliche Datenverarbeitung sind in China lokalisiert. Chinesisches Geheimdienstgesetz 2017 (Art. 7): staatlicher Datenzugriff verpflichtend auf Anfrage. Malware-Vorwürfe (laufende US-Klagen, mittlerweile mehrere Bundesstaaten) Klagen in Arkansas (seit Juni 2024) und Texas (seit Februar 2026) sowie weiteren US-Bundesstaaten (u. a. Kentucky, Nebraska): App enthält laut Forensik-Gutachtern Codeabschnitte, die unbefugten Gerätezugriff ermöglichen sollen. Im Juli 2026 wies ein Gericht in Arkansas Temus Antrag auf Abweisung der Klage zurück — das Verfahren gilt damit als hinreichend substantiiert und läuft weiter, ist aber noch nicht rechtskräftig entschieden. 19 App-Berechtigungen Die App fordert Berechtigungen an, die für einen Shopping-Dienst laut Klägeranwälten nicht erforderlich sind.
Whaleco Technology Limited (Dublin, formeller EU-Verantwortlicher) → PDD Holdings Inc. (operativer Mutterkonzern, China/Irland) → chinesische Staatsbehörden auf gesetzliche Anfrage (Geheimdienstgesetz 2017) → Werbepartner und Datenbroker (laut Datenschutzerklärung umfangreiche Drittpartner-Liste) → Zahlungsdienstleister.
Kauf- und Suchhistorie, Produktansichten und Verweildauer, Gerätedaten (Modell, OS, Gerätekennungen, ggf. IMEI), Standortdaten (bei App-Nutzung), Zahlungsdaten (Kreditkarte, PayPal), Lieferadresse und Empfängerdaten, Verhaltensbiometrie (Scrollgeschwindigkeit, Tipp-Muster — laut Forensik-Analysen der App), Kamera- und Mikrofon-Zugriff (sofern Berechtigung erteilt), Kontaktliste (sofern Berechtigung erteilt).
Einzige datenschutzkonforme Maßnahme: App deinstallieren und Konto löschen. 1. Bestellhistorie sichern: alle offenen Bestellnummern und Lieferadressen notieren. 2. Konto löschen: Temu-App → Profil → Einstellungen → 'Konto löschen' → bestätigen. Datenlöschung dauert laut Temu bis zu 180 Tage. 3. App sofort deinstallieren — nicht nur ausloggen. Laut Forensik-Gutachtern sammelt die App auch im Hintergrund Daten. 4. Zahlungsdaten bei der Bank prüfen: Kreditkartenlimits kontrollieren, verdächtige Abbuchungen melden. 5. Passwort ändern, falls dasselbe Passwort bei anderen Diensten verwendet wird. 6. Geräteberechtigungen vor der Deinstallation entziehen: Smartphone-Einstellungen → Temu → Berechtigungen → alle entziehen.
Sofort deinstallieren. Alternativen: Kleinanzeigen und Vinted für Gebrauchtes. Lokale Geschäfte und Wochenmärkte für Neuwaren. Avocadostore.de für nachhaltige Produkte (anderes Sortiment, aber bewusst ausgewählt). OTTO oder Zalando (EU-Recht) wenn Online-Shopping nötig.