KI-Tools
Was du über Perplexity und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.
US-Startup, stark finanziert durch SoftBank und weitere US/Nahost-Investoren. Suchanfragen werden gespeichert und standardmäßig zur Modellverbesserung verwendet. Datenschutz-Policy ist weniger detailliert als bei den größeren Anbietern. Perplexity stand 2024 in der Kritik wegen Scraping-Praktiken gegen den Willen von Verlagen.
Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) bei optionalen Personalisierungsfunktionen; Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) für Suchanfragen-Logging und Modellverbesserung. Verantwortlicher: Perplexity AI, Inc., 340 S Lemon Ave, Walnut, CA 91789, USA. Keine EU-Niederlassung — DSGVO gilt über Art. 3 Abs. 2. Kein benannter EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO dokumentiert. Hauptinvestoren: SoftBank (Japan), IVP, NEA, verschiedene US-VC-Fonds. SoftBank-Anteil relevant, da SoftBank enge Beziehungen zu saudi-arabischen Staatsfonds (PIF) hat.
US-Transfer ohne EU-Niederlassung Alle Daten auf US-Servern (AWS). Kein Angemessenheitsbeschluss, SCCs-Basis nicht öffentlich dokumentiert — Transparenzmangel. FISA 702 anwendbar. Perplexity stand 2024 in der Kritik wegen systematischen Web-Scrapings ohne robots.txt-Beachtung (Wall Street Journal, Forbes, NYT). Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen. Das Gesetz FISA 702, das US-Geheimdiensten Zugriff auf Daten erlaubt, ist im Juni 2026 ausgelaufen und wurde nicht neu beschlossen — bereits laufende Überwachungsanordnungen bleiben aber bis März 2027 in Kraft.
Perplexity AI, Inc. (USA, alleiniger Verantwortlicher) → AWS (Infrastruktur-Auftragsverarbeiter) → KI-Modell-Anbieter (Perplexity nutzt u. a. externe LLMs als Backend, darunter zeitweise OpenAI- und Anthropic-Modelle — Datenfluss in dieser Kette intransparent) → Behörden auf Anfrage.
Suchanfragen und Folgefragen (vollständiger Gesprächskontext), hochgeladene Dateien (bei Pro), IP-Adresse, Browsermetadaten, Gerätedaten, Nutzungsverhalten, Suchverlauf (bei eingeloggten Nutzern). Ohne Account: Suchanfragen werden trotzdem serverseitig geloggt — nur Zuordnung zum Konto entfällt.
Training deaktivieren: perplexity.ai → Profil → Settings → Account → 'AI Data Usage' oder 'Improve AI' → deaktivieren. Option erst 2024 eingeführt, Sichtbarkeit im Interface wechselt. Suchverlauf löschen: Settings → Library → Verlauf löschen (kein Bulk-Delete verfügbar — manuell pro Eintrag). DSGVO-Auskunft: privacy@perplexity.ai. Konto löschen: Settings → Account → 'Delete account' → laut Policy vollständige Löschung innerhalb 30 Tage. Tipp: Wer Perplexity nur gelegentlich braucht, kann es ohne Account im Inkognito-Modus nutzen — dann keine Kontoverknüpfung, aber serverseitiges Logging bleibt.
Kagi (kagi.com) — kostenpflichtige Suche (~5 $/Monat), kein Tracking, kein Werbemodell, saubere Ergebnisse. Kostenlos: SearXNG (searx.space) — wählt eine öffentliche Instanz, aggregiert Ergebnisse mehrerer Suchmaschinen ohne Tracking.