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Cloud-Speicher

OneDrive Datenschutz

Was du über OneDrive und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.

Gezeichnetes Smartphone mit Herz-Symbol

Was ist das Risiko konkret?

Microsoft OneDrive unterliegt dem US CLOUD Act. Microsoft Copilot analysiert standardmäßig OneDrive-Inhalte. Für Business-Konten: Admins haben Zugriff auf alle gespeicherten Dateien. Microsoft ist aktiver Pentagon-Cloud-Anbieter.

Rechtsgrundlage (DSGVO)

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) für Sicherheits-Scans und Produktverbesserung. Verantwortlicher: Microsoft Ireland Operations Limited, One Microsoft Place, Dublin, Irland.

Drittländer-Transfer

US-Transfer Microsoft Corporation (USA) ist Muttergesellschaft. CLOUD Act ermöglicht US-Behördenzugriff auch auf EU-gespeicherte Daten. Microsoft scannt alle hochgeladenen Inhalte auf illegales Material (PhotoDNA, SafeLinks). SCCs und EU Data Boundary-Programm vorhanden, aber CLOUD-Act-Risiko bleibt bestehen. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.

Wer bekommt die Daten?

Microsoft Corporation (USA) → Microsoft 365-Ökosystem (Teams, Outlook, SharePoint) → Drittanbieter-Apps mit OneDrive-Berechtigung → Strafverfolgungsbehörden auf Anfrage → bei Business-Plan: Unternehmensadmin.

Welche Daten werden erhoben?

Dateiinhalte (werden auf illegale Inhalte gescannt), Metadaten, Aktivitätsprotokolle, Freigabe-Verlauf, Gerätedaten, Microsoft-kontoübergreifende Daten (Bing, LinkedIn, Xbox bei privatem Konto).

Opt-out / Einschränken

1. Copilot-KI-Funktionen abschalten: microsoft365.com → Einstellungen → Copilot → Deaktivieren. 2. Diagnosedaten einschränken: Einstellungen (Windows) → Datenschutz & Sicherheit → Diagnose & Feedback → Nur erforderliche Diagnosedaten. 3. Verknüpfte Apps prüfen: account.microsoft.com → Datenschutz → Apps und Dienste. 4. Datenmitnahme: account.microsoft.com → Datenschutz → Datenkopie herunterladen. 5. OneDrive deaktivieren (Windows): Taskleiste → OneDrive-Symbol → Einstellungen → Konto → PC-Verbindung aufheben.

Quellen

Gezeichnete Türklinke mit Schloss

Was kannst du tun?

Sensible Dokumente nicht in OneDrive ablegen. Für Privates: Proton Drive oder Nextcloud. Für Business: Nextcloud auf eigenem Server oder bei EU-Hoster.

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Stand: September 2026 · Bewertungen beziehen sich auf die deutsche bzw. EU-Variante des Dienstes. Datenschutzerklärungen können sich ändern.