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LinkedIn Datenschutz

Was du über LinkedIn und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.

Gezeichnetes Smartphone mit Herz-Symbol

Was ist das Risiko konkret?

Microsoft-Tochter (US), CLOUD Act. KI-Training mit Nutzerinhalten wurde ab November 2025 auch für EU/EEA/Schweiz default-on geschaltet. Opt-out: Einstellungen → Datenschutz → 'Daten für generative KI-Verbesserung' deaktivieren.

Rechtsgrundlage (DSGVO)

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) und Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigtes Interesse). EU-Verantwortlicher: LinkedIn Ireland Unlimited Company (Dublin). Konzernmutter: Microsoft Corporation (Redmond, USA). CLOUD Act relevant.

Drittländer-Transfer

US-Transfer Microsoft-Konzern, US-Server. SCCs nach Art. 46 DSGVO. LinkedIn nutzt Profildaten für Microsoft-KI-Training — ab November 2024 auch für EU/EEA-Nutzer default-on (Opt-out nötig). CLOUD Act gibt US-Behörden Zugriffsmöglichkeit. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.

Wer bekommt die Daten?

LinkedIn Ireland Unlimited Company → Microsoft Corporation (USA) → Werbepartner und Recruiter (LinkedIn Talent Solutions) → Microsoft-KI-Training (Copilot, Azure AI) → Drittanbieter-Apps via LinkedIn-API → Behörden.

Welche Daten werden erhoben?

Vollständiges Berufsprofil (Karriere, Ausbildung, Fähigkeiten), Netzwerk und Verbindungen, Nachrichten (InMail, nicht E2E-verschlüsselt), Inhaltsinteraktionen, Suchanfragen, externe Aktivitäten via LinkedIn-Insight-Tag auf Unternehmenswebsites, Gehaltsdaten (optional), Geräte- und Standortdaten, Verhaltensprofile für Recruiting-Targeting.

Opt-out / Einschränken

KI-Training deaktivieren: Einstellungen → Datenschutz → Daten für generative KI-Verbesserungen → deaktivieren. LinkedIn-Insight-Tag blockieren: Einstellungen → Datenschutz → Aktivitätsdaten für Anzeigen → deaktivieren. Profil einschränken: Einstellungen → Sichtbarkeit → Profil- und Netzwerksichtbarkeit. Konto schließen: Einstellungen → Konto → Konto schließen.

Quellen

Gezeichnete Türklinke mit Schloss

Was kannst du tun?

XING für den deutschsprachigen Markt (kein US-Konzern). LinkedIn minimieren: kein vollständiges Profil, keine App, nur Browser-Nutzung.

Was du beim Wechsel verlierst: Internationale Sichtbarkeit für Recruiter, Direktnachrichten von Fachkollegen weltweit und Stellenangebote außerhalb des DACH-Raums — XING hat dort kaum Reichweite.
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