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Microsoft Copilot Datenschutz

Was du über Microsoft Copilot und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.

Gezeichnetes Smartphone mit Herz-Symbol

Was ist das Risiko konkret?

Microsoft Copilot ist am tiefsten aller KI-Tools ins Betriebssystem integriert: Es analysiert Browsing-Verhalten in Edge, E-Mails in Outlook und Dokumente in Word/Excel/Teams — quer durch alle Microsoft-Dienste. Seit 2024 ist Copilot in Windows 11 fest verankert und wird per Update auf immer mehr Geräte ausgerollt. Microsoft ist Pentagon-Cloud-Anbieter (Azure Government).

Rechtsgrundlage (DSGVO)

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) für Produktverbesserung und Sicherheit. Verantwortlicher: Microsoft Ireland Operations Ltd., One Microsoft Place, South County Business Park, Leopardstown, Dublin 18 — zuständige Aufsichtsbehörde ist die irische DPC. US-Muttergesellschaft: Microsoft Corporation (Redmond, WA).

Drittländer-Transfer

US-Transfer + tiefste OS-Integration aller KI-Tools Microsoft ist US-Unternehmen, Pentagon-Cloud-Anbieter (Azure Government, JEDI-Nachfolger JWCC) und unterliegt vollständig dem CLOUD Act. SCCs nach Art. 46 DSGVO. Copilot ist nicht ein einzelner Dienst, sondern ein systemweiter KI-Layer: analysiert Browsing-Verhalten in Edge, E-Mails in Outlook, Dokumente in Word/Excel, Meetings in Teams — alles in einem Datenstrom gebündelt. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.

Wer bekommt die Daten?

Microsoft Ireland Operations Ltd. (EU-Verantwortlicher) → Microsoft Corporation (USA, Infrastruktur und Konzernmutter) → Microsoft-Werbepartner (bei Consumer-Copilot) → Unternehmensdaten: IT-Admins haben in M365 Copilot Zugriff auf Nutzungsberichte → US-Behörden über CLOUD Act.

Welche Daten werden erhoben?

Gesprächsinhalte, Browsing-Verlauf in Edge (wenn Copilot in Edge aktiv), E-Mail-Inhalte in Outlook (bei M365 Copilot), Dokumenteninhalte in Word/Excel/PowerPoint (bei M365 Copilot), Meeting-Transkripte und Zusammenfassungen in Teams, Windows-Nutzungsverhalten (bei Copilot in Windows 11), Gerätedaten, Microsoft-Kontodaten. Consumer-Copilot und M365-Copilot speichern unterschiedliche Datenkategorien — gemeinsam: alle Daten landen bei Microsoft.

Opt-out / Einschränken

Consumer Copilot deaktivieren: microsoft.com/en-us/bing/apis/manage → Suchverlauf löschen. In Windows 11: Einstellungen → Datenschutz → Diagnosedaten → Diagnosedaten löschen. Copilot-Button in Taskleiste entfernen: Taskleiste → Rechtsklick → Taskleisteneinstellungen → Copilot-Schaltfläche → aus. Edge-Copilot deaktivieren: Edge → Einstellungen → Seitenleiste → Copilot → deaktivieren. M365-Copilot (Business): Admin-Center → Microsoft 365 Copilot → Zuweisung entfernen. Training für Consumer-Copilot: account.microsoft.com → Datenschutz → Daten zu KI verbessern → deaktivieren. Vollständige Deaktivierung in Windows 11 erfordert mehrere Schritte — Microsoft baut Copilot tiefer in jedes Update ein.

Quellen

Gezeichnete Türklinke mit Schloss

Was kannst du tun?

Für Office-Aufgaben ohne Cloud-KI: LibreOffice (kostenlos, Open Source). Als KI-Assistent: Mistral Le Chat (EU) oder Ollama lokal.

Was du beim Wechsel verlierst: Die tief eingebettete Produktivitätshilfe in Word, Excel und Outlook — Zusammenfassungen, Entwürfe und Datenanalyse direkt im Workflow. Wer viel im Microsoft-365-Kontext arbeitet, verliert einen erheblichen Zeitvorteil beim Wechsel zu externen KI-Tools.
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