Reise & Unterkunft
Was du über Booking.com und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.
Booking Holdings (US, NASDAQ) sammelt detaillierte Reiseprofile: wohin, wie oft, mit wem, welches Budget. CLOUD Act relevant. Daten werden für personalisierte Preise und Werbung genutzt.
Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) und lit. f (berechtigte Interessen für Profiling/Werbung). Verantwortlicher: Booking.com B.V., Herengracht 597, Amsterdam — Tochter von Booking Holdings Inc. (US, NASDAQ). US-Konzernmutter unterliegt dem CLOUD Act.
US-Transfer Daten werden an Booking Holdings-Konzerngesellschaften in den USA übermittelt. Standardvertragsklauseln (SCCs) laut Datenschutzerklärung — CLOUD Act-Risiko besteht strukturell. Zahlungsdaten über externe Anbieter (Adyen, Stripe) teils mit US-Bezug. Drittanbieter-Werbung Datenweitergabe an Werbenetzwerke (Google, Meta) für Re-Targeting dokumentiert. Datenschutzvorfall April 2026 Booking.com bestätigte im April 2026 einen Sicherheitsvorfall, bei dem Unbefugte auf Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Buchungsdetails und private Nachrichten zwischen Gästen und Unterkünften zugreifen konnten — vermutlich über kompromittierte Hotelpartner-Konten. Zahlungsdaten waren laut Unternehmensangabe nicht betroffen. Bereits 2018/2021 war Booking.com von der niederländischen Datenschutzbehörde wegen verspäteter Meldung (22 Tage) eines ähnlichen Vorfalls mit 475.000 € gebüßt worden. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.
Booking Holdings Inc. (USA, Konzernmutter) → Unterkunfts-Partner (Hotels, Vermieter erhalten Gastdaten) → Zahlungsdienstleister (Adyen, Stripe, Banken) → Werbenetzwerke (Google, Meta für Re-Targeting) → Versicherungspartner (bei gebuchtem Reiseschutz) → Behörden auf Anfrage
Name, E-Mail, Telefon, Wohnadresse, Reisedaten (wohin, wann, wie oft, mit wem, Zimmertyp, Budget), Zahlungsdaten (Kreditkarte, IBAN), IP-Adresse, Gerätedaten, Buchungshistorie, Suchanfragen, Präferenzen, Bewertungen, Kommunikation mit Unterkunft über Booking-Plattform, Ausweisdaten bei einigen Angeboten
1. Personalisierte Werbung deaktivieren: booking.com → Konto → Datenschutz & Cookies → 'Personalisierung' deaktivieren.\n2. Buchungen ohne Konto: Gastzugang nutzen — weniger Profilbildung, keine gespeicherte Buchungshistorie.\n3. Konto löschen: booking.com → Konto → Einstellungen → 'Konto löschen' (Buchungshistorie bleibt ggf. für steuerliche Zwecke beim Anbieter gespeichert).\n4. DSGVO-Auskunft/Löschung: privacy@booking.com — Betreff: 'DSGVO Art. 15 Auskunft' oder 'DSGVO Art. 17 Löschung'.\n5. Datenschutzfreundliche Alternative: Direkt beim Hotel buchen (keine Plattform-Daten, oft günstigerer Preis). HRS (hrs.com, Köln) für EU-Buchungen.
Direkt beim Hotel buchen (keine Plattform-Provision, bessere Preise oft möglich). HRS (deutsches Unternehmen). Für Ferienwohnungen: direkter Kontakt über lokale Angebote.