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Airbnb Datenschutz

Was du über Airbnb und deine Daten wissen solltest — verständlich erklärt, mit konkreten Handlungsschritten.

Gezeichnetes Smartphone mit Herz-Symbol

Was ist das Risiko konkret?

Airbnb (US, San Francisco) sammelt Daten über Gäste und Hosts: Ausweiskopien für Verifikation, Kommunikation, Zahlungsdaten, Aufenthaltsmuster. CLOUD Act relevant. Daten landen auf AWS-Servern.

Rechtsgrundlage (DSGVO)

Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung Buchung/Vermietung), lit. c (rechtliche Verpflichtungen, z.B. Ausweispflicht), lit. f (berechtigte Interessen Betrugsschutz, Profiling). Verantwortlicher: Airbnb Ireland UC (für EU-Nutzer) — Muttergesellschaft Airbnb Inc. (San Francisco, USA, NASDAQ). CLOUD Act gilt für US-Mutterkonzern.

Drittländer-Transfer

US-Transfer Kerninfrastruktur läuft auf AWS (Amazon Web Services, USA). Daten fließen zur US-Muttergesellschaft Airbnb Inc. SCCs vorhanden, aber CLOUD Act-Risiko strukturell unauflösbar. Ausweisdaten Identitätsverifikation erfordert Ausweiskopie — biometrische Verarbeitung durch Drittanbieter (Jumio, US-Unternehmen) möglich. Zahlungsabwicklung Über Stripe (US) und lokale Zahlungsanbieter. Wichtig aktuell: Die rechtliche Grundlage für solche EU-US-Datentransfers wackelt. Ein US-Gerichtsurteil (Juni 2026) hat der US-Aufsichtsbehörde FTC ihre Unabhängigkeit genommen — genau die Unabhängigkeit, auf der das EU-US-Datenschutzabkommen (Data Privacy Framework) aufgebaut ist. Die EU prüft deshalb gerade, ob das Abkommen noch Bestand haben kann. Es gilt aktuell noch, könnte aber fallen.

Wer bekommt die Daten?

Airbnb Inc. USA (Konzernmutter, AWS-Infrastruktur) → Vermieter/Hosts (erhalten vollständige Gastdaten: Name, Reisezeitraum, Teilnehmeranzahl) → Gäste (erhalten Host-Kontaktdaten) → Identitätsprüfer (Jumio o.ä. für Ausweis-Scan) → Zahlungsdienstleister (Stripe, lokale Banken) → Versicherungspartner → Steuerbehörden (Vermietungseinnahmen werden teils gemeldet) → Behörden auf Anfrage

Welche Daten werden erhoben?

Name, E-Mail, Telefon, Profilbild, Wohnadresse, Ausweiskopie (Pflicht für Verifizierung), biometrische Daten (Gesichtserkennung bei Ausweis-Selfie-Abgleich), Zahlungsdaten, Buchungshistorie (wohin, wann, wie oft, Unterkunftstyp), Kommunikation zwischen Gast und Host (auf Airbnb-Plattform gespeichert), Bewertungen, IP-Adresse, Gerätedaten, Standortdaten (bei App-Nutzung), Reisepräferenzen

Opt-out / Einschränken

1. Identitätsverifikation minimieren: Ausweispflicht ist bei vielen Buchungen Pflicht — kann nicht vollständig umgangen werden.\n2. App-Berechtigungen: iOS/Android → Einstellungen → Airbnb → Standortzugriff auf 'Nie' setzen. Kamera nur bei Bedarf.\n3. Kommunikation: Wichtige Absprachen mit Vermieter möglichst erst nach Buchung außerhalb der Plattform (Plattform-Nachrichten werden gespeichert).\n4. Konto löschen: airbnb.de → Konto → Persönliche Daten → 'Konto deaktivieren und löschen'. Alternativ: airbnb.de/help/article/3390.\n5. DSGVO-Anfrage: privacy@airbnb.com — Betreff: 'DSGVO Art. 17 Datenlöschung'. Antwort innerhalb 30 Tage Pflicht.\n6. Alternative: atraveo.de oder e-domizil.de (EU-Anbieter, keine US-Konzernstruktur) für Ferienwohnungen.

Quellen

Gezeichnete Türklinke mit Schloss

Was kannst du tun?

Direkte Vermietung über lokale Portale. atraveo.de / e-domizil.de (EU-Anbieter). Für Städtereisen: Hostels oder familiengeführte Hotels.

Was du beim Wechsel verlierst: Auswahl und das etablierte Bewertungssystem. Airbnb hat weltweit das größte Angebot an Privatunterkünften mit geprüften Gastgeber-Bewertungen — bei EU-Portalen ist die Auswahl regional oft deutlich kleiner.
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Stand: September 2026 · Bewertungen beziehen sich auf die deutsche bzw. EU-Variante des Dienstes. Datenschutzerklärungen können sich ändern.